SV SANDHAUSEN

Drei Fragen an ... „für den Verein und die ganze Region ein riesen Erfolg“

Manuel Riemann wechselte im Sommer 2013 vom VfL Osnabrück an den Hardtwald und war von Beginn an ein wichtiger Leistungsträger im Team von Alois Schwartz. Vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg am moriggen Freitag, 24. April, 18.30 Uhr, spricht der gebürtige Bayer über sein persönliches Torwartspiel und wirft einen Blick auf den kommenden Gegner, die bisherige Saison sowie die positive Punktausbeute der letzten beiden Jahre.

Manuel, als Stammtorhüter bist du einer der Leistungsträger beim SV Sandhausen und hast mit deinen Paraden auch schon den einen oder anderen Punkt für den Sportverein festgehalten. Wie würdest du dein Torwartspiel beschreiben und was entgegnest du Zuschauern, die deine Spielweise in der einen oder anderen Situation als zu riskant interpretieren?

Ich denke, ich bin ein offensiver Torwart, der auch seine Spielweise so interpretiert. In einem Team ist der Torwart der erste Angreifer und wenn der Ball vom Torhüter nicht beim Mann ankommt, dann erschwert es das Offensivspiel der Feldspieler ungemein. Ich versuche der Mannschaft immer so gut wie möglich zu helfen, indem ich versuche, hoch zu verteidigen. So kann die Gefahr so früh wie möglich unterbunden werden. Klar gehört bei einer solchen offensiven Spielweise auch manchmal etwas Glück dazu. Wenn es jedoch in der gesamten Saison 30 Mal gut und nur einmal schief geht, dann ist das eine ganz gute Quote, mit der ich leben kann.

Nach dem Punkt im Derby gegen den Karlsruher SC braucht der SV Sandhausen noch einen Sieg, um die magischen 40 Punkte zu erreichen. Das angestrebte Ziel Klassenerhalt wird möglicherweise somit schon, wie im vergangenen Jahr, sehr frühzeitig klar gemacht. Hast du bei deinem Wechsel ins beschauliche Sandhausen vor zwei Jahren damit gerechnet, dass es sportlich so gut laufen wird?

Als ich vor zwei Jahren nach Sandhausen kam, habe ich es als große Chance gesehen. Der SV war gerade sportlich abgestiegen und ohne irgendjemandem speziell die Schuld zu geben, hat der SVS richtig viele Gegentore kassiert. Von Beginn an war es mein Ziel, dem Verein so gut wie möglich zu helfen, damit der „Klassenerhalt“ gesichert werden kann. Sowohl letztes Jahr als auch dieses Jahr ging es nur darum, den Klassenerhalt so früh wie möglich unter Dach und Fach zu bringen. In der vergangenen Runde haben wir dieses Ziel geschafft und die 40-Punkte-Marke vorzeitig geknackt. Das können wir mit einem Auswärtssieg in Nürnberg nun auch wieder schaffen und wäre für den SV Sandhausen, die Mannschaft und für mich ein riesen Erfolg.

Überraschend ist der Erfolg der Mannschaft in der letzten und dieser Spielzeit jedoch nicht. Wir schaffen es immer wieder, Woche für Woche auf den Punkt da zu sein. Wenn man alle Spiele der vergangenen beiden Jahre zusammenfasst, dann hatten wir lediglich drei oder vier Spiele, die wir wirklich verdient und klar verloren haben. Ansonsten waren wir in jedem Spiel – egal ob wir es gewonnen oder verloren haben – zumindest auf Augenhöhe. Das muss für den Verein und die ganze Region ein riesen Erfolg sein. Ein Blick auf die Tabelle zeigt, was für Mannschaften in der 2. Bundesliga spielen: Das sind teilweise Teams mit ganz anderen Möglichkeiten und Etats.

Beim kommenden Gegner aus dem Frankenland ist der Saisonverlauf sehr ernüchternd. Der Bundesligaabsteiger belegt derzeit den 13. Tabellenplatz und muss sogar noch ein bisschen nach unten schauen. Mit welcher Einstellung geht der SV Sandhausen in das Spiel gegen den 1. FC Nürnberg?

Wir haben uns in der Rückrunde inzwischen wirklich sehr stabilisiert. Mit der Ausnahme des Spiels gegen den FC St. Pauli haben wir Woche für Woche unsere Leistung abgerufen. Es ist extrem schwer, uns zu schlagen, und der Druck liegt momentan nicht bei uns. In der Tabelle haben wir viele Mannschaften hinter uns, die alle erstmal gewinnen müssen. Da gehört jetzt unter anderem auch der 1. FC Nürnberg dazu. Am Saisonende möchte natürlich der große 1. FC Nürnberg bestimmt vor dem SV Sandhausen stehen. Dazu müssen sie uns allerdings am morgigen Abend erst einmal schlagen. Wir gehen mit weitaus weniger Druck in das Spiel, sodass wir wie in jedem anderen Spiel auch – in Nürnberg die Chance haben werden, etwas mitzunehmen und zu bestehen.

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