SV SANDHAUSEN

Drei Fragen an ... "Im ersten Moment war es ein großer Schock"

Leart Paqarada wechselte vor der Saison von Bayer Leverkusen II an den Hardtwald, wo er ab dem 10. Spieltag regelmäßig die linke Abwehrseite übernahm. Der 20-Jährige hatte dann das Pech, dass er sich binnen weniger Wochen zwei Sprunggelenksverletzungen zuzog. Vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim, am kommenden Sonntag, 13.30 Uhr, spricht der Deutsch-Albaner über die Rehabilitation nach seinen Verletzungspausen, seine Nationalmannschaftskarriere und über das Heimspiel gegen die Mannschaft von der Schwäbischen Alb.

Leart, der 26. Februar war zwar ein sonniger Tag, jedoch wirst du ihn mit Sicherheit nicht sonderlich positiv in Erinnerung haben. Bei einem Zweikampf im Training hast du Dir einen doppelten Bänderriss im linken Sprunggelenk zugezogen. Anschließend musstest du vier Wochen pausieren. Nachdem du dich wieder zurückgekämpft hattest, folgte der nächste Rückschlag mit einem Bänderriss am rechten Sprunggelenk. Wie hast du diese Wochen bis heute erlebt und wie geht es dir heute?

Im ersten Moment war es ein großer Schock, da ich in meiner Karriere bisher noch keine Verletzung an den Sprunggelenken hatte. Nach dem ersten Bänderriss dachte ich noch, dass eine solche Verletzung durchaus mal passieren und ich auch schnell wieder ins Training einsteigen kann. Als jedoch nach nur wenigen Trainingstagen der nächste Bänderriss innerhalb so kurzer Zeit diagnostiziert wurde, habe ich mich schon hinterfragt, warum ausgerechnet mir das jetzt zu diesem Zeitpunkt wieder passiert ist. Das hat mich schon ein wenig zurückgeworfen. Die Mannschaft hat sich in der Zwischenzeit festgespielt und da war mir schon klar, dass ich nicht wieder sofort in die Startformation rutschen würde. Mit Timo Achenbach haben wir auf der linken Seite den erfahrensten Spieler der 2. Bundesliga – da war ich mir sicher, dass er seine Sache dementsprechend gut machen wird.

Deine Länderspielkarriere liest sich etwas kurios: Du hast bereits Länderspiele für die U 16 und die U 17 des DFB gemacht und bist anschließend auch mit dem Trikot der U 21- Auswahl Albaniens aufgelaufen. Mittlerweile hast du auch schon dein Debüt für die A-Nationalmannschaft des Kosovo gegeben. Wie kam es zu einer solchen Konstellation?

Für die U-Nationalmannschaften des DFB habe ich insgesamt 14 Spiele gemacht. Nach einer Verletzung wurde ich jedoch in der Folge nicht mehr vom DFB eingeladen, woraufhin irgendwann die Anfrage von Albaniens U 21-Nationalmannschaft kam. Für mein Land Albanien zu spielen, war für mich ein super Erlebnis, das ich gerne wahrgenommen habe. Mittlerweile habe ich nun auch schon ein A-Länderspiel für den Kosovo gegeben. Die Erfahrung, für eine A-Nationalmannschaft aufzulaufen, wollte ich wahrnehmen und nimmt mir auch keiner mehr. Da der Kosovo jedoch noch nicht von der UEFA und FIFA offiziell als Fußballauswahl anerkannt ist, habe ich in Zukunft die Möglichkeit, auch wieder für Albaniens A-Nationalmannschaft aufzulaufen. Wenn Deutschland möglicherweise mal wieder Interesse an mir hätte, dann könnte ich mir das durchaus auch vorstellen. 

Mit einem Sieg am kommenden Sonntag gegen den 1. FC Heidenheim kann der SVS bereits frühzeitig die 40 Punkte Marke knacken. Was muss gegen die Heidenheimer besser funktionieren, als dies zuletzt gegen den 1. FC Nürnberg oder auch gegen Union Berlin am heimischen Hardtwald der Fall war?

Grundsätzlich kann man nicht sagen, dass wir in diesen beiden Spielen eine schlechte Leistung auf dem Platz abgeliefert haben. Wenn ich mich noch an das Hinspiel gegen den 1. FC Heidenheim erinnere, haben wir dort fußballerisch ein gutes Spiel gemacht, aber mit 0:3 eine deftige Niederlage kassiert. Gerade das Hinspiel und auch die letzten beide Spiele haben gezeigt: Wir müssen die letzte Konsequenz an den Tag legen und den Willen zeigen, das 1:0 zu erzielen. Wir müssen vor dem Tor eiskalt sein und unsere Chancen nutzen, denn im Defensivverbund stehen wir in der Regel sehr sicher. Für die Mannschaft und den Verein wäre es eine super Sache, wenn wir nun gegen Heidenheim die 40 Punkte knacken könnten, um endgültig alle Zweifel zu beseitigen. Dann können wir alle entspannter auf die letzten drei Spiele der Saison blicken.

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