SV SANDHAUSEN

Überblick: So läuft die Vorbereitung von der U19 bis zur U15

Die neuen Corona-Richtlinien lassen auch im Nachwuchsleistungszentrum des SVS mittlerweile wieder einen Trainingsbetrieb mit Körperkontakt zu. Wie aber läuft die Vorbereitung?

Wir haben nachgehört bei den Trainern der U19, U17, U16 und U15 des SVS.

U19

Abrupt war sie zu Ende gegangen, die Saison 2019/20 der U19 des SVS. Dabei hatte das Team in der Oberliga Baden-Württemberg eigentlich noch mal angreifen wollen. „Das Saisonende war aufgrund der Corona-Pandemie natürlich absolut gerechtfertigt und zu diesem Zeitpunkt die richtige Alternative. Aus sportlicher Sicht war es allerdings ärgerlich, denn für die ersten vier Mannschaften bestand noch die Möglichkeit, sich einen spannenden Kampf um die vorderen Plätze zu liefern“, erinnert sich U19-Trainer Yunus Karamanli zurück.

Der SVS belegte zum Zeitpunkt des Abbruchs mit 27 Punkten den vierten Platz, hinter dem SV Waldhof Mannheim (30), den Stuttgarter Kickers (31) und dem FC-Astoria Walldorf (32). „Ich bin mir sicher, dass wir bis zum Ende der Saison gut hätten mithalten und unsere Kontrahenten hätten herausfordern können. Wir hatten eine gute Runde, haben aber leider manchmal leichtfertig Punkte liegen gelassen“, sagt Karamanli heute.

Letztlich ist die Saison 2019/20 nun abgehakt, es geht aktuell um eine gute Vorbereitung auf die anstehende Spielzeit. „In der Corona-Pause haben die Jungs zu Hause trainiert, wir haben ihnen auch mal andere Dinge als einen Lauf- oder Kraftplan mitgegeben, sie sollten mal etwas lesen oder ein Champions-League-Spiel analysieren. Anfang Juli sind wir dann auf den Platz zurückgekehrt, wobei unser Start ganz locker war. Es ging darum, erst mal wieder reinzufinden. Teambildungsmaßnahmen standen zudem im Fokus, die Spieler sollten sich kennenlernen und anfreunden.“

Die U19 nimmt mit Blick auf den Saisonstart Ende August/Anfang September das große Ganze in ihr Blickfeld – und das, obwohl auf das Team noch ein nachträglicher Höhepunkt aus der vergangenen Spielzeit wartet. Im Verbandspokalfinale (noch nicht terminiert) darf der SVS gegen die TSG Hoffenheim antreten. „Wir benötigen noch drei Wochen, um uns auf dieses Spiel vorzubereiten. Wir wollen bis dahin generell eine Struktur in unser Spiel bringen, befinden uns aber auf einem guten Weg. Wir werden uns auf jeden Fall nicht hinten reinstellen“, sagt Karamanli mit Blick auf das Duell mit dem favorisierten Bundesligisten, in dem es um die Qualifikation für den Junioren-DFB-Pokal geht.

U17

Mit André Philipp ist in der Saison 2020/21 ein neuer Trainer für den älteren B-Junioren-Jahrgang des SVS verantwortlich. Er geht in seine sechste Saison als Coach am Hardtwald, trainierte in der vergangenen Spielzeit noch die U16 und freut sich nun auf seine Aufgabe: „Es ist ein absolutes Privileg, mit 25 Jahren eine solche Mannschaft trainieren zu dürfen.“ An seiner Seite komplettieren Ismail Köken (Co-Trainer), Knuth Gerstner (Co-Trainer), René Uhrig (Torspieltrainer), Ronald Delius (Mentalcoach) sowie die beiden Athletiktrainer Andreas Fodi und Michael Hörner das Trainerteam der U17.

Die Übungsleiter setzen in der anstehenden Saison weitgehend auf jene Akteure, die in der vergangenen Runde noch in der U16 aktiv waren. 16 Spieler aus diesem Aufgebot sind beim SVS geblieben. „Wir konnten alle Spieler behalten, mit denen wir weiter planen wollten. Es ist toll, dass sie bei uns geblieben sind, da es für sie auch andere Anfragen gab. Wir gehen mit einem sehr talentierten Team in die Saison“, betont Philipp.

Das Aufgebot komplettieren die externen Zugänge Ermal Elshanaj (Karlsruher SC), Julian Kirr (SpVgg Neckarelz), Niklas Meltzer (SG Sonnenhof Großaspach) und Torhüter Eric Thust (FC Nöttingen) sowie Henrik Schneider und Alexander Müller, die aus der U15 der vergangenen Saison direkt in die U17 hochgezogen wurden.

Seit dem Trainingsstart am 17. Juni hat die U17 ihr Pensum kontinuierlich gesteigert – von zwei auf drei hin zu vier Einheiten pro Woche. „Viele Dinge im technischen Bereich funktionieren mittlerweile schon ganz gut. Was uns teilweise noch fehlt, sind die Lösungen im letzten Drittel.“ Das wurde bei den ersten Testspielen deutlich, die gegen den FSV Bissingen (1:0) und den 1. FC Mühlhausen (4:0) zwar souverän gewonnen, in denen aber auch sehr viele Torchancen vergeben wurden. „Daran werden wir weiter arbeiten. Wir freuen uns jeden Tag auf die Jungs und den Saisonstart Ende August oder Anfang September“, stellt Philipp fest.

U16

Ein neues, altbekanntes Gesicht hat das Amt des Cheftrainers in der U16 übernommen. Deniz Demiral war bis zum Sommer 2019 bereits drei Jahre am Hardtwald tätig, hauptsächlich als Co-Trainer in der U17, ehe er – gemeinsam mit seinem Vater Rafet Demiral – zu Eintracht Frankfurt wechselte und die U13 coachte. „Eine tolle Erfahrung für uns, wir haben andere Strukturen und einen anderen Verein kennen gelernt. Das wird uns langfristig helfen“, betont Deniz Demiral. Nun freuen sich die Demirals, die aus Plankstadt stammen, aber darüber, wieder zurück in der Heimat sein und auf die Herausforderung in der U16 des SVS, in der Rafet Demiral wieder als Co-Trainer an der Seite seines Sohnes tätig sein wird. Auch Hans-Jörg Daute zählt als Co-Trainer zum Trainerteam.  

Seit Anfang Juli läuft der Trainingsbetrieb in der U16 wieder. „Es ging für uns auch darum, die Neuzugänge gut in die Mannschaft zu integrieren“, berichtet Deniz Demiral. Maik Gärtner (Karlsruher SC), Matthias Schmidt (TSG Hoffenheim), Fynn Köhler (FC Speyer), Even Jülly (1. FC Kaiserslautern), Philipp Lambert (SpVgg Neckarelz), Samuel Keller (Waldhof Mannheim) und Nestoras Nwoye (SG Sonnenhof Großaspach) sind neu am Hardtwald. „Die richtige Vorbereitung beginnt für uns aber eigentlich erst jetzt, denn in den zurückliegenden Wochen war es eher darum gegangen, eine Routine zu entwickeln und sich nach einer längeren Fußballpause wieder an die Belastung zu gewöhnen“, so Demiral.

In den kommenden Wochen wird die U16 mehrere Testspiele absolvieren, zumeist zwei an einem Wochenende. Im Vorbereitungsplan sticht das Trainingslager in der Nähe von Dortmund beim SC Berchum/Garenfeld zwischen dem 19. und dem 23. August heraus. In diesem Rahmen wird das Team Partien gegen den 1. FC Köln und den SC Paderborn bestreiten.

Als Ziel gibt Deniz Demiral die Entwicklung jedes einzelnen Spielers aus: „Wir wollen die Jungs gut auf den Sprung in unsere U17 vorbereiten. Die Spieler sollen in dieser Saison einen guten Schritt nach vorne machen.“

U15

Auch die U15 trainiert seit dem 1. Juli mit Körperkontakt, seitdem die Corona-Bestimmungen dies wieder zulassen. Zwei bis drei Einheiten stehen in der Woche auf dem Plan. „Unsere Jungs müssen schon um 16:20 Uhr vor Ort sein. Die Jungs kommen umgezogen zum Training. Das Training geht dann bis 18 Uhr, danach müssen die Spieler unser Gelände schnellstmöglich verlassen, da danach schon die nächste Trainingsgruppe um 18:30 Uhr beginnt“, gibt U15-Trainer Tobias Littig einen Einblick in die Trainingsarbeit.

„Trotz der Vorgaben sind die Jungs mit viel Freude beim Training dabei. Aktuell geht es darum, die Spielfähigkeit der Jungs zu fördern“, ergänzt Littig. Er habe sich dazu entschieden, vermehrt Testspiele zu bestreiten, um auf die eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten reagieren zu können. Die vielen Partien helfen auch dabei, die Neuzugänge sehr schnell ins Team zu integrieren.

Die ersten Testspiele verliefen letztlich recht erfolgreich. Bei der SG Sonnenhof Großaspach gelang ein 4:3-Erfolg, beim 1. CfR Pforzheim behielt der SVS sogar mit 6:0 die Oberhand. Auch die Partien gegen den TSV Reichenbach (2:0) und den SV Schluchtern (3:1) wurden erfolgreich gestaltet.  „Beim ersten Spiel hat man allen Akteuren die lange Pause noch angemerkt. Da war alles sehr wild. Am Tag darauf lief der Ball schon deutlich besser. Gegen Reichenbach war unser Auftritt ordentlich, nur im letzten Drittel waren wir nicht so konsequent bei der Chancenverwertung. Gegen Schluchtern hat man gesehen, dass unsere Mannschaft unsere Spielidee immer mehr verinnerlicht.  Natürlich waren die Spiele trotz der besonderen Corona-Vorkehrungen etwas Besonderes für die Jungs. Wir sind einfach sehr glücklich, dass wir wieder spielen können“, so Littig.

Foto: Die U15 bei ihrem Testspiel beim 1. CfR Pforzheim, das mit 6:0 gewonnen ging.

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