SV SANDHAUSEN

„Wir müssen es schaffen, auch mal kompromissloser zu verteidigen“

Am zehnten Spieltag der Saison 2020/21 gastiert der SV Sandhausen in der 2. Liga beim FC Würzburger Kickers. Die Partie in der Flyeralarm Arena wird am Sonntag, den 6. Dezember, um 13:30 Uhr angepfiffen.

Viel zu tun nach dem 1:4 gegen Erzgebirge Aue

Hinter Michael Schiele, dem neuen und in der vergangenen Woche vorgestellten Coach des SV Sandhausen, liegt die erste komplette Trainingswoche mit den SVS-Profis. Nach der 1:4-Niederlage gegen den FC Erzgebirge Aue gab es in den vergangenen Tagen mit Blick auf die Partie in Würzburg viel zu tun. Schiele hat die Trainingstage genutzt, um seine neue Mannschaft besser kennenzulernen, den Spielern aber auch seine eigene Spielidee mit an die Hand zu geben, wie er auf der virtuellen Pressekonferenz am Freitagvormittag betonte. (HIER GEHT'S ZUM VIDEO DER PK)

Trainingsschwerpunkte im Defensivbereich

„Die Schwerpunkte lagen in dieser Trainingswoche im Defensivbereich. Wir müssen es schaffen, in bestimmten Situationen auch mal kompromissloser zu verteidigen. Auch an unserem Anlaufverhalten gegen den Ball haben wir gearbeitet“, verdeutlichte Schiele, dessen Team sich bei seiner Premiere gegen den FC Erzgebirge insgesamt zu viele Fehler erlaubt hatte. „Aue war am Ende kaltschnäuziger, wir hatten zu viele Abstimmungsprobleme in der Defensive. Es hätte aber gerade zur Pause ein ganz anderes Ergebnis dastehen können“, so Schiele rückblickend über die Partie vom vergangenen Samstag.

Spiel mit dem Ball soll langfristig die SVS-Philosophie prägen

Gleichwohl: Es wurde dieser Tage am Hardtwald nicht nur an der defensiven Stellschraube gedreht. „Natürlich haben wir das Augenmerk auch auf unser Spiel mit dem Ball gelegt. Denn letztlich steht dieser Ansatz bei der Philosophie, die wir in der Zukunft auf den Platz bringen möchten, im Fokus.“ Schiele und sein Trainerteam mussten unter der Woche flexibel reagieren: Nach starken Schneefällen am Dienstag musste eine geplante Nachmittagseinheit ausfallen. Die Spieler holten das verpasste Pensum im Lauf der Woche nach.

Schiele blendet die Emotionen vor dem Duell mit dem Ex-Club aus

Für den neuen Trainer des SVS wird das Aufeinandertreffen mit dem FC Würzburger Kickers das Duell mit seinem früheren Club, bei dem er in dieser Saison noch in zwei Partien in der 2. Liga an der Seitenlinie stand. Schiele verbindet nach drei Jahren an der Seitenlinie in Unterfranken schöne Erinnerungen mit den Kickers – mit dem in der vergangenen Saison realisierten Aufstieg in die 2. Liga als Höhepunkt. Der Sandhäuser Coach schaut allerdings nach vorne: „Natürlich werden ein paar Emotionen dabei sein, wenn ich am Sonntag am Stadion ankommen und einige bekannte Gesichter sehen werde. Ich kann das aber insgesamt gut ausblenden. Ich freue mich, jetzt mit meinen Spielern in Sandhausen zusammenarbeiten zu können und auf die Aufgabe am Sonntag.“

Viel Personalbewegung beim Aufsteiger

Unbestritten kennt Schiele den kommenden Gegner sehr gut nach seiner langjährigen Amtszeit in Würzburg. Allerdings hat sich bei den Kickers, die derzeit mit vier Zählern den 18. Platz in der 2. Liga belegen, seit Schieles Abgang Ende September noch mal einiges verändert. Der Aufsteiger legte im Oktober auf dem Transfermarkt nach, zudem wurde Schieles Nachfolger Marco Antwerpen bereits wieder von seinen Aufgaben entbunden und durch Bernhard Trares ersetzt. „Der Kader hat in der Breite an Qualität dazugewonnen. Unter Bernhard Trares ist ein klarer Spielstil zu erkennen, mit dem er auch schon Waldhof Mannheim in der 3. Liga gecoacht hat“, sagt Schiele zu den aktuellen Eindrücken, die er von seinem früheren Team gewonnen hat.

Schiele fordert: Den Gegner bloß nicht unterschätzen

Dass die Würzburger nach einem schweren Start in der Lage sind, in der 2. Liga mitzuhalten, beweist das jüngste Heimspiel des Aufsteigers, als die Kickers Hannover 96 mit 2:1 bezwangen. „Auch Greuther Fürth hat nur mit viel Mühe ein 2:2 in Würzburg geholt. Möglicherweise hat das ein oder andere Team die Kickers in den bisherigen Spielen unterschätzt. Das darf uns auf keinen Fall passieren, und dafür gibt das Tabellenbild auch überhaupt keinen Anlass“, fordert Schiele von seinem Team volle Konzentration für das Gastspiel beim aktuellen Schlusslicht der Liga.

Alexander Esswein ist wieder eine Option

Zum Personal: Im Vergleich zum 1:4 gegen den FC Erzgebirge Aue ist Alexander Esswein wieder eine Option: „Alex hat nach seinen Wadenproblemen am Montag das Training wieder aufgenommen und die Belastung danach schnell gesteigert“, verrät Schiele, der weiter auf Tim Kister (Aufbautraining nach Meniskuseinriss) und Sören Dieckmann verzichten muss.

FC Würzburger Kickers gegen SV Sandhausen - live im Hardtwald Hörfunk

Die Partie des SVS beim FC Würzburger Kickers wird im Fanradio des SVS, dem Hardtwald Hörfunk, präsentiert von der Klinger & Kollegen Steuerberatungsgesellschaft, live übertragen. Die Reportage beginnt am Sonntag etwa zehn Minuten vor dem Anpfiff, also gegen 13:20 Uhr. Alle Informationen und den Livestream finden Sie auf unserer offiziellen Webseite unter svs1916.de/aktuelles/hardtwald-hoerfunk.html

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