SV SANDHAUSEN

„Ich habe einfach versucht, jeden Tag und in jedem Spiel mein Bestes zu geben“

Interview: Torhüter Benedikt Grawe rückt zur kommenden Saison als Local Player in den Profikader des SVS auf

Benedikt Grawe, aktuell noch Torhüter der U23 des SV Sandhausen in der Oberliga Baden-Württemberg, steigt zur Saison 2020/21 in den Profikader des SVS auf. Der 20-Jährige hat einen Local-Player-Vertragbeim SV Sandhausen unterschrieben und verstärkt künftig als vierter Torhüter den Lizenzspielerkader.

Grawe war zur Spielzeit 2016/17 vom SC Fürstenfeldbruck zum SV Sandhausen gewechselt. Die U17 des SVS spielte damals in der Bundesliga Süd/Südwest. Zusätzlich zur sportlichen Herausforderung war für den Torhüter damals der Wohnortwechsel hinzugekommen.

Im Interview spricht Benedikt Grawe über den anstehenden persönlichen Aufstieg in den Profikader und seine bisherige Zeit in Sandhausen.

Hallo Benedikt, schön, dass es für dich persönlich in dieser aktuell schwierigen Lage aufgrund der Corona-Pandemiemit der Unterschrift des Local-Player-Vertrags geklappt hat. Glückwunsch dazu! Bist du sehr stolz? Hast du damit gerechnet?

Vielen Dank. Ja, ich bin sehr stolz darauf. Gerechnet habe ich damit nicht. Ich habe einfach versucht, jeden Tag und in jedem Spiel mein Bestes zu geben und gehofft, dass es sich auszahlt.

Du hast in dieser Saison am Trainingslager der Profis teilgenommen und bist zudem ein fester Bestandteil im Trainingsbetrieb der Profis. Wurdest du gut im Profikader aufgenommen?


Ich wurde sehr gut in der Profimannschaftaufgenommen. Alle Mitspieler sind sehr freundlich und helfen mir, wenn ich etwas benötige.

Nachdem du aus der U19 zu Beginn der aktuellen Saison in den Herrenbereich in die U23 aufgerückt warst, musstet ihr in der Oberliga Baden-Württemberg ein wenig Lehrgeld zahlen. Wie hast du den Sprung in den Seniorenbereich empfunden, und wie bewertest du die Saison bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie?

Den Sprung in den Herrenbereich habe ich als einen großen Schritt empfunden. Es gibt viele erfahrene Spieler, die abgezockt und routiniert ihr Spiel spielen. Die Saison ist weitestgehend unglücklich verlaufen, und wir hätten aus Sicht der Mannschaftmehr verdient als den letzten Platz. Ich konnte mich zwar in vielen Spielen auszeichnen und kann mich daher persönlich nicht beklagen, wäre aber natürlich glücklicher gewesen, wenn wir vor der Pause aufgrund der Corona-Pandemie einen besseren Tabellenplatz erreicht hätten.

Blicken wir zurück auf deine Anfangszeit in der U17 des SVS. Welche Erinnerungen hast du an deine ersten Wochen und Monate in Sandhausen?

Es war damals nach dem Wechsel eine komplett neue Situation und Umgebung für mich. Ich bin in eine neue Region gezogen. Das ist schwierig, und man braucht seine Zeit, sich zurecht zu finden.

Wie meinst du das konkret?

Es war für mich schwierig, mit 16 Jahren von meiner Familie weg zu ziehen und meine Heimat zu verlassen. Am Anfang hatte ich oft Heimweh. Inzwischen habe ich mich allerdings eingelebt. Die Mitarbeiter im NLZ haben mir dabei auch sehr geholfen. Ich freue mich aber natürlich jedes Mal, wenn ich mal wieder nach Hause fahre.

Neben deiner Zeit als Spieler hast du auch im Rahmen deiner schulischen Ausbildung ein Praktikum im Nachwuchsleistungszentrum des SVS absolviert. Was hast du aus dieser Zeit mitgenommen?

Ich habe vieles mitgenommen. Das Praktikum hat mir geholfen, mich gut zu organisieren, und dass nur durch harte Arbeit auch der Erfolg kommt.

Kommen wir auf deine Ausbildung als Torhüter im NLZ des SV Sandhausen zu sprechen. Was konntest du diesbezüglich in den vergangenen Jahren lernen, und wie war dein Verhältnis zu den Trainern?

Ich habe vieles gelernt und mitgenommen und bin dadurch zu jenem Torhüter geworden, der ich heute bin. Ich hatte immer ein sehr gutes Verhältnis zu den Trainern im NLZ, vor allem zu den Torwarttrainern.

Und wie fühlt sich für dich die Arbeit im Kreis der Profitorhüter an?

Es ist alles noch sehr neu für mich, aber es läuft wirklich gut. Die Torhüter haben mich sehr gut aufgenommen. Darüber bin ich wirklich froh.

Foto: Benedikt Grawe (Mitte) bei der Arbeit mit den Torhütern und Torwarttrainer Daniel Ischdonat (Zweiter von rechts) während einer Einheit der Profis

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